Altbayrische Volksmusik für Vereins- und Familienfeiern, Hoagarten und Feste aller Art
 
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Rückblick 2006

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Griaß Eich beinand! Ja, da samma wieder! Hätts vielleicht net dacht, nachdem die Seitn im Moment net wirklich immer aufm aktuellen Stand is, oder? Naja, liegt wohl dro, dass i zur Zeit einfach irgendwie zu vui Seitn betreuen muaß, und gor nimma recht dazuakimm, mi gscheit um jede zum kümmern. Aber i versprich, dass i mi ostreng und in Zukunft wieder öfter was von uns hern lass.

Ma kannt song, des basst a bisserl zu dem, was Bauernstolz über Johr hi so gmacht hat. Lang hot ma net vui von uns ghert, bis da große Höhepunkt kemma is, da Volksmusikwettbewerb in Innsbruck im Oktober. Wos aber net hoaßn soi, dass ma in da Zwischenzeit faul rumghockt warn: Mit da Diefatshefara Blasmusik war ma dafür so aktiv wie no nia, und bei de Gschwister Reitberger war der große Höhepunkt freilich die Vorstellungsreihe ihrer ersten CD. Und für DB, dass da Beni dazuagstoßen is, und dass ma auf a bor größere Feste schpuin hom derfa. Aber jetz erst moi ganz vo vorn.

I muaß jetz glei uns unserem Mailinglistarchiv wühlen, dass i nix vergiss, is ja scho so lang her (ja, mir san scho up to date mit da Kommunikation!). Im Januar war - wie jeds Jahr - Facharbeitabgabe, und da Bernhard, der schlaue Fuchs, hot natürlich d'Schui austrickst und in Wirklichkeit für DB (Diefatshefara Blasmusik) g'arbat. Er hot die Fledermausquadrille von Strauß jun. für Blasmusikbesetzung arrangiert (wos für a Zufall, des basst ja zu uns!), wos ma zwengs da Frasäääs (i ko net Französisch, gebts as auf!) eh braucht haben, und nebenbei volle Punktzahl abgesahnt. Sauba. Und oane von de bestn Arrangements dieses Jahres, nämlich vom Zwiefachen "S'Arschloch vo Loamsiedl", hot er handschriftlich aufm Abitur-Notenblatt ausm Kopf raus gmacht. Frogts mi bitte net, wie oder wann er des gmacht hat ;-)

Ende Januar wars dann Zeit für unser Probenwochenende in Hausen bei Oettingen. Entsprechend der Qualität des dortig gebrauten Gerstensaftes homma es ganz rustikal und schlicht gehalten - in einer Holzhütte ohne Strom und fließendes Wasser. An Nero hamma auch dabeighabt, aber er war net wirklich a Wachhund. Am Tag war a no guad dabei, als er einem Reh nachgsaust is und erscht amoi a guade Zeit verschollen war, aber aufd Nacht hot er sie dann scho recht gfürcht. Wo i in da Friah d'Loater runterkraxelt bin, hod er sie winselnd ins Eck verzong, bis er gschpannt hod dass des koa böser Einbrecher war sondern bloß i... Und mir san neba Kartnschpuin, Kocha, Bier/Cocktails und Welt verkehrtrum oschaung wirklich aa dazua kemma, was zum probn. Bloß unsere Instrumente hom hoit no a bor Dog lang nach Rauch gschtunga!



Ende Februar gabs erneut einen 1. aechten Lumpen- & Maschgerer-Tanz im Pfarrsaal (ja, er hatte seine zweite Premiere), mit von der Partie waren wieder alle möglichen Musikstile (was der Hans net ois dahoamhat... :-)) und aa Livemusik, diesmoi net nur von Bauernstolz, sondern von den 7 Zwergen ohne Schneewittchen, die gewisse Ähnlichkeit mit DB hatten. Nach mehreren Spielen, z.B. einem Märchenquiz und einem Giftkamm-Tanz, wurde dann aber doch noch ein Schneewittchen für uns gefunden.

Dann war a recht lange Pause mit wenig Auftritten und Proben. Jeder war ziemlich im Stress, der Bernhard hat Abi gschriebn, ich hab das Fußballspiel Bolzplatz 2006 fertigprogrammiert, grad no rechtzeitig zur WM, jeder hat was zum doa ghabt und für Musik war da leider kaum noch Zeit übrig.

Im Mai hamma Zuwachs für DB bekommen: Da Beni Fichtner aus Kühbach is jetz bei uns dabei. Er hat ein Jahr vorm Bernhard mit der Trompete LK Musik gemacht, und mir hom uns scho lang dacht, dass er guad zu uns passen tät. Irgendwann hat si da Bernhard fragen traut, ob er uns beim Spargelmarkt helfen könnt, und dann beim Schrannenfest und so weiter, und auf oimoi war er hoit einfach a dabei :-) Der Spargelmarkt, das Partnerschaftsfest in der Stadthalle und dann das Schrannenfest waren sicher die Höhepunkte für DB dieses Jahr. Bsonders dass ma aufm Schrannenfest auf der Bühne spielen darf, is scho was bsonderes, und i denk, de Leut hats a moi ganz guad gfoin, dass net gor so a Krach die ganze Zeit war, weil mir ganz ohne Verstärkung gschpuit hom (damit ma de Fehler net so laut hert ;-)). Auf der anderen Seite muaß i a song, dass es mindestens genauso schee war, mit Bauernstolz ganz inoffiziell irgendwo aufzumschpuin und durchs Schrannenfest zum ziagn. Wobei si ja beides net ausschließt :-)

Im Juni is glei weitergangen mit de großen Bühnen: Aufm Drumherum in Regen war ma zusammen mit de Gschwister Reitberger dabei - und es war wirklich a tolle Sach. In jedem Eck schpuit a andere Musik, man trifft vui Gleichgesinnte, der Ort is einfach schee, und überhaupt duad furtfahrn der ganzen Gruppn sehr guad. Am besten hat mir persönlich gfoin, wo mir am Abend spontan mit DB bei der Wirtschaft am Stadtplatz Musik gmacht haben. Und der Volkstanz mit der Kapelle Josef Menzl war sowieso eine Klasse für sich.



Im Juli homma dann bei einem DB-Grillfest bei Hammers net nur den Kopfstoß von Zidane beobachtet, sondern glei für den nächsten größeren Auftritt geplant: Einweihung der neuen Straßenführung beim Hubertuseck. Wärend da jemand betonte, wie fahrradfreundlich nun alles gebaut sei, hats hinter uns (in einer wirklich blöd bautn Kurvn) ein Kind vom Radl runterlassen - na so a komischer Zufall ;-) Dafür homma jetz eine ganz tolle Eishockeyspieler-Statue (oder wars doch der heilige Christopherus?) im Britschnorrs-Sörkl (wer soi des bitte aussprecha!) stehen.

Ebenfalls im Juli war noch a wirklich gmiatliches Gartenfest in Karlshuld. Da homma Bekanntschaft gmacht mit einem sehr lustigen Mann mit Oktoberfesthut. Er meinte zu uns, er habe schon vielen Musikgruppen einen Namen gegeben (so wurde z.B. der "Müllerer Gsang" auf seinen Ratschlag in "Meierer Gsang" umbenannt oder so ähnlich). "Und wie hoaßts Ihr?" - "Bauernstolz." - "Wooos? Naaa! BauernHACKL!". Trotz dieser geringfügigen Herabstufung hot uns der Name dann doch so guat gfoin, dass ma die Spontanbesetzung Bauernstolz + Beni genau so getauft haben ;-)

Ende September war DB wieder on stage, aufm Hoagartn in Planegg. Meiomei, des war fast peinlich worn, wei ma zu spät kemma san - naja beinahe. So grod hoid aufd Sekund rechtzeitig, und dann hamma a no s Eröffnungsstickal schpuin soin. Irgendwie homma net so ganz neipasst in die Veranstaltung, weil sonst fast nur Stubenmusik und Sänger dabei warn, und dann kimmt soa kracherte Blasmusik daher. Vielleicht hats aber grod diese Abwechslung ausgmacht dass ma da anscheinend recht guad okemma san. Und glei im Anschluss drauf hamma auf einer Geburtstagsfeier von der Vroni ihrer Tante und ihrm Onkel ein Standerl gschpuit - mit BauernHACKL (des kracht!).

Und dann war a scho der große Höhepunkt für Bauernstolz dieses Jahr gekommen: Der Alpenländische Volksmusikwettbewerb in Innsbruck. Mir hom lang dafür probt, und die größte Schwierigkeit warn erst moi des auswendig schpuin (normalerweise hänga ja exakt 75% von uns an de Notn, und exakt 50% finden das auch richtig so). Des homma dann aber aa ganz guad higriagt und hom a glei an Probenmittschnitt aufgenommen dass Ihr aa moi übers Internet an Eindruck gwinna kennts wie mir uns so ohern.

Vom 26. bis zum 29.10. war ma dann dortn in Innsbruck, und es war a scheene Zeit! Unvergesslich is sicher die Mitternachtsprobe auf halbem Weg zwischen Innsbruck und Axamer Lizum, mitten aufm Berg im Woid am Straßenrand, wo glei no andere Gruppen (Gruß an die Haxenreißer und die Gruppe aus Südtirol!) angehalten und glei mitgschpuit hom. Aber des hots schlichtweg aa braucht, mir warn schließlich scho am nächsten Tag in da Früh dran. Vom Einspielen und Vorspielen gibts auch ein paar Fotos (Dankeschön an den Kapfer Schorsch dafür!).

Immerhin hats für a "Sehr gut" greicht, womit mir auch wirklich zufrieden warn, bsonders im Vergleich zu den anderen Musikgruppen, die teilweise echt da Hammer warn! Mei persönlicher Favorit war eine Gruppe aus Bad Reichenhall, nicht nur wegen ihrem Tubisten, der sozusagen eher Es-Klarinetten-Stimme als Bassbegleitung gespielt hat (!!!), sondern auch ingesamt wegen ihrem perfekten Zusammenspiel. Auch hier hats "nur" für "sehr gut" gereicht - als Begründung hats angeblich geheißen, man solle sich doch mit dem Bassinstrument auf die Bassbegleitung konzentrieren (ja, des hots bei mir auch gheißen ;-)). Naja, Gschmackssach halt. Wia mas hoit mog. Mir mengs hoit anders :-)

Insgesamt warns aber echt schöne Tage, jede Menge neue Erfahrungen, und als Gruppe hats uns sicher auch nochmal a ordentliches Stück weiterbracht!

Weihnachtsfeiern homma dieses Jahr komplett ausfallen lassen. Erstens, weil außer d'Vroni koaner Zeit ghabt hat, zweitens, weils net de Musik is was uns gfoit. Und ma schpuit ja net bloß zum Geld verdienen. Dafür war der Bernhard umso mehr im Stress, weil er mit seine Schwestern und dem Thomas unterwegs war, um ihre erste CD vorzustellen: "Und unser Heiland is worn", eine besinnliche Weihnachtsgeschichte erzählt von Michael Reitberger mit Musik der Geschwister Reitberger und der Hausmusik Reitberger-Hammer. Hörts einfach mal rein!

Und was steht an im kommenden Jahr? Erst moi werds höchste Zeit dass ma neue Fotos machen. De oidn schaung irgendwie nimmer so ganz toll aus, zumal ma jetz endlich a gscheits Gwand hom (im Stil der Schrobenhausener Tracht). Dann wern mir uns mit der Diefatshefara Blasmusik wohl an der neia CD der Geschwister Reitberger beteiligen. Und dann könnts sei dass ma dieses Jahr ganz groß auf Reise gehen - in die USA! Aber wenns soweit is verzoi i Eich mehr drüber.

I wünsch Eich jetz a guads neis Jahr, und uns, dass es weiter vorwärtsgeht, in welche Richtung auch immer!

Servus,


Andi

 
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