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Und scho wieder is a Jahr gor! Des geht vielleicht schnoi. Aber schee wars, des is klar. Ma muaß immerhin song, dass ma es 2005 auf mehr als 20 offizielle Auftritte geschafft haben, also 5 mehr als letztes Jahr, und des, obwohl uns de Umstände den ein oder anderen Termin unmöglich gmacht haben. Proben unter der Woch genga grod sowieso net, denn de oane Hoiftn is ja beim Studieren, und de andere schaugt dass irgendwie a gscheits Abi zamgriagt. Und dass ma dann "so nebenbei" aa no a neie Musikgruppen aufgmacht hom, is scho a Sach! Aber jetz moi nach da Reih.

Losganga is Jahr ganz luschtig, im Februar war da
Lumpen- und Maschgerertanz im Pfarrsaal in Schrobenhausen. Entstanden is de Idee, soweit i des no woaß, weil da sonscht immer da Faschingsvolkstanz vom Volkstanzkreis Schrobenhausen war, der aber wega dem 25-jährigen Jubiläum des Vereins (dazua später mehr) diesmal ausgfoin is. Mir hobns einfach schade gfunden, d'Afra, d'Annemi, da Hans, da Martin, da Richard und d'Rita, de ma im Theater und in da Schui kennenglernt hom, warn a bisserl kreativer und hom si dacht, dass sowas a soiba aufd Beine stoin kenna. Aber net als reinen Volkstanz, sondern in ganz bunter Mischung mit allerlei Musik "aus der Dosn". Da samma dann glei gfragt worn, ob net mir de Live-Musik schpuin woin, und dass ma da net naa gsagt hom, is woi klar. Damit ma no a bisserl mehr Kraft in da Musik hom, hat si glei d'Michaela bereiterklärt, bei uns mitzumschpuin. Und so is des a ganz
bunter Abend worn, wo für jeden Musikgschmack was dabei war, und im Pfarrsaal, den die Hildegard Pabst mit ihrem Team wieder super gemanaget hat, war aa der ideale Platz dazua. Jetz schau ma moi obs dieses Jahr wieder sowas gibt, und ob ma wieder schpuin derfa. Auf jeden Fall wern mir Eich den Termin rechtzeitig auf unserer Seitn bekanntgem.
Im Mai homma moi was ganz neis ausprobiert: Die
Annamirl-Musik hot mit Bauernstolz zusammen moi im Bläserreportoire gewühlt, nix gescheits gfunden, und dann einfach selber arrangiert (© für dieses Vorgehen bei Bernhard Reitberger), aber diesmal net für a gloane Messe an der Diefatshefara Kapelle wie letztes Jahr mitm Christoph Hänsler, sondern diesmal gleich für die Fronleichnamsprozession in Waidhofen. Des hot a soweit ganz guat funktioniert, und dann sama aa ganz spontan (mir woitn grod geh, aber auf oima kimmt da Herr Pfarrer d'Empore naufgrennt) vom Herrn Pfarrer Marksteiner zum Mittagessen eingeladen worn, wo mir so ziemlich alles probieren kenna hom, was die Frau Haushälterin im Reportoire hat.
Des war so a scheens Erlebnis, dass es nur wenige Tage dauert hat, bis aus diesem Experiment ne feste Formation worden is. Am 3. Juni haben wir bei Reitbergers dahoam ganz offiziell die neue Musikgruppe "Diefatshefara Blaskapoin" (kurz: DB) gegründet. Nachdem ziemlich vui Autofahrer dawarn, haben wir aufn Sekt verzichtet und stattdessen mitm Glas Orangensaft drauf angestoßen. International hoaß ma deswegen aa "Orange Juice", hat d'Michaela vorgeschlagen. Des is wirklich a guade Lösung für alle Ausländer (wenn ma später auf Welttournee gehen ;-)), Preißn und alle anderen, die "Diefatshefara Blaskapoin" nicht in maximal 0,8 Sekunden aussprechen können. Später hom ma uns zu "Diefatshefara Blasmusik" umbenannt, weil de "Kapoin" vielleicht doch andere Assoziationen weckt, aber is ja wurscht, mir san und bleibm die einzige und einmalige überregionale Dorfblaskapoin aus Diefatshefa! Unsere Ziele für de nächste Zeit: Erscht moi proben, proben, proben, und zwischendrin kleinere Auftritte, dass ma uns langsam zamschpuin. Is ja net ganz einfach, wo einige Leute des spielen, was eigentlich bloß erna "zwoats" Instrument is. Unsere Besetzung (in absteigender Frequenz): Stephan (Es-Klarinette in B), Vroni und Michaela (B-Klarinette), Bernhard (Trompete), Thomas (Euphonium), Christine (Akkordeon) und ich (Tuba). Boid homma hoffentlich aa a eigene kleine Seitn innerhalb der Bauernstolz- oder
Geschwister-Reitberger-Seitn.
Im Juli war wie immer das
Schrannenfest in Schrobenhausen. Nachdem uns de Musik dort net imma so ganz daugt hat, homma einfach unsere eigenen Instrumente mitgnomma und uns in da Stadt aufgestellt und a bisserl Musik gmacht. Des hot net nur de Leit ganz gut gfoin, sondern auch am Herrn Mesch vom Verkehrsverein, der uns dann glei mit a paar Gutscheine eingedeckt hot, so dass ma danach a no a guade Brotzeit und a Bier ghabt hom. Ja, wenn des so is, dann kemma doch nächstes Jahr einfach wieder! Außerdem homma Mitte des Jahres a paar schöne Familienfeiern ghabt, zum Beispiel der Hildegard Pabst ihren 50. Geburtstag, die Hochzeit von Vronis Bruder, dem Martin, mit der Mona, wo mir am Nachmittag zum Kaffee aufgschpuit hom, und die Ruhestandsfeier vom Michael Pabst.

Vom 30. bis 31. Juli homma de Ehre ghabt, an Volkstanzkreis des Verkehrsvereins Schrobenhausen unter der Leitung vom Hans und der Gertraud Hammer, de Eltern vom Thomas, bei einer Fahrt zu einer befreundeten Volkstanzgruppe in der schwäbischen Alb begleiten zu dürfen, damit beim Tanzen a Live-Musik dabei is. Des war a echt schöne und lustige Fahrt, und dafür a herzlichs Vergelts Gott an den Hans und die Gertraud! Schauts Eich a unser
Fotoalbum und den
Zeitungsartikel dazua o. Zwoa Schmankerl zu der Fahrt foin ma jetz ei:
Beim Hinfahrn homma das
Schloss Lichtenstein besucht. Ein tolles Bauwerk mit vielen historischen Schätzen und so weiter und so fort, aber wos uns dann wirklich beeindruckt hat, des war die "Jagd- und Trinkstube". Ein eher schummriges Kämmerlein, aber gemütlich eingerichtet, mit kunstvoll geschnitzer Einrichtung und prachtvollen Hirschgeweihen, wo man sich abends im Kerzenlicht zum Trinken traf, natürlich mit einer Kanzel ausgestattet, wo man - sofern der körperliche Zustand es noch erlaubte - hinaufsteigen konnte, um dort mit seinen Jagdgeschichten prahlend den Rest der versammelten Trinkgemeinde zu beeindrucken, darüber ein Schild mit der Schrift "Lieber ertrinken in Bier und Wein, als in Donau oder Rhein". Schnell war klar: Des brauch ma aa moi, unbedingt! Guad dass ma mitm Stephan an Bauingenieur in unseren Reihen hom, der werd uns des scho richten! Ein passendes Bild zum Reinhängen homma aa scho, des hob i ganz ungeplant auf ner Weihnachtsfeier letztes Jahr ersteigert, zum Spottpreis von 10 Euro, weil i nie dacht hätt, dass da koa Mensch mehr drüberbietet. Da unten segts des Buidl, is es net schee? Feit bloß no da röhrende Hirsch.

De zwoate Gschicht von derer Fahrt: Mir hom gmoant, dass ma ganz in da Friah an Weckruf schpuin um die Volkstänzer aus den Betten zum blosn. Oiso homma uns echt um sieben an Wecker gstellt (für an Dog wo ma frei hat is des für uns scho a Leistung!) und san dann a pünktlich aufgstanden und hom scho d' Instrumente auspackt - aber dann homma gmerkt: Es war niemand mehr im Haus! Alle warn scho lang beim spazierngeh... Bloß guat dass koana mehr da war um uns auszumlacha!
Irgendwann im Herbst wars für Stephan endlich so weit: Die heißersehnte und individuell gefertigte Es-Klarinette war da! Jetzt kömma endlich die schon fast unspielbar hohen "Es-Klarinette in B"-Noten in der Diefatshefara Blasmusik durch "echte" Es-Klarinetten-Noten ersetzen, und auch für Bauernstolz ist sie eine große Bereicherung. Ob sie auch als Marderschreck gebraucht werden kann, muss sich erst noch zeigen.
Im Oktober 2005 war wieder ein bayerischer Abend im Pfarrsaal, wieder zugunsten der Renovierung der Stadtpfarrkirche, aber heuer unter dem Titel "Schrobenhausener Allerweltskirta". Da homma ja letztes Jahr schon gschpuit, dieses mal wars noch ne Nummer größer, weil ma auch unseren ersten Auftritt mit der Diefatshefara Blasmusik ghabt haben. Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Schönheitskönigin aus Schneizlreuth, die irgendwie Ähnlichkeit mit dem Pfarrsekretär Bernhard Hanke hatte, der an diesem Abend aber leider verhindert war. Schauts Eich dazua einfach den
Zeitungsartikel an.

Letzter größerer Auftritt war 2005 Anfang Oktober das Sonntagsforum zum Thema "25 Jahre Volkstanzkreis", den wir mit der Diefarshefara Blasmusik musikalisch umrahmt haben. Fotos dazu gibts auf der Seite der
Geschwister Reitberger, die seit dem 9. Dezember 2005 nun auch mit einer eigenen
Website im Internet vertreten sind.
In der Adventszeit hom mir wieder einige Vereinsfeiern musikalisch gestaltet, wie auch letztes Jahr hat uns die Heli, die Schwester vom Stephan, wieder ausgeholfen, da der Bernhard mit den Geschwistern Reitberger, die dieses mal sogar beim Münchener Adventssingen im Prinzregententheater dabei waren, ziemlich ausgebucht ist.
Und ganz am Ende des Jahres hat uns noch ein kleines böses Script geärgert, das unser Gästebuch mit Viagra-Werbung zugespamt hat, aber des griang ma scho in Griff! Erstmal miaßn jetz alle Gästebucheinträge von uns freigeschalten werden, weil sonst dauerts nur ein paar Tage und das Gästebuch is so voll mit Potenzmittel, dass unser Website nimmer jugendfrei is!
Zum Abschluss gibts noch ein paar Ergänzungen zur "Wie hießen die nochmal?"-Liste:
- Herr Wenger und seine Musikanten
- Haus- und Hofkapelle des Pfarrzentrums
Das schönste Zitat des Jahres über uns stammt vom Herrn Geistlichen Rat Steger: "Des is halt was echts." Des gfreit uns ganz narrisch!
Zum Schluss derfa de Vorsätze fürs nächste Jahr net fehlen. Erst moi is schee, dass ma vui von dem gschafft haben, was wir uns vorgenommen haben (vor allem: größere Besetzung), und des is glei aa der Vorsatz fürs nächste Jahr: Nicht stehenbleiben, sondern immer weitergehen, egal wie auch immer das genau ausschauen mag. Erstmal machma ein Probenwochenende auf einer Hütte, und dann schaun wir weiter. Bernhard und Vroni kommen so langsam in den Abistress, und auch bei mir geht eine neue Epoche los, weil ich das anspruchslose FH-Informatik-Studium hingeschmissen hab und nun mit einem neuen Informatik-Studium an der TU München beginnen werde. Aber des soll uns net dran hindern, halbwegs regelmäßig zu proben und aufzutreten, auch mit DB. Vielleicht klappts dieses Jahr mit einer Aufnahme? Lass ma uns einfach überraschen!

Bis nächstes Jahr :-)
Servus,
Andi